Seitlich eindringende Feuchtigkeit

Querdurchfeuchtung

Da unter dem Gebäudesockel zumeist die Kelleretage zu finden ist, die in direkter Verbindung mit dem Erdreich steht, benötigt das Gebäude neben dem Feuchtigkeitsschutz von unten auch einen seitlichen Nässeschutz. Dieses Feuchteproblem wird in der modernen Bauweise häufig berücksichtigt und bekämpft. Dabei erfolgt eine Außenabdichtung in Form einer Dickschichtspachtelung aus einer bituminösen Masse. Unter Umständen befindet sich vor dieser Schutzsicht eine weitere Folienschicht. Damit sollen Schäden, die durch das Erdreich entstehen, abgehalten werden. Sofern diese Abdichtungen nicht vorhanden sind, ist eine Querdurchfeuchtung der Kellerwände häufig nur eine Frage der Zeit.

Darüber hinaus können Schäden durch Feuchtigkeit entstehen, wenn die Abdichtungsschichten nach jahrelanger Nutzung in Mitleidenschaft gezogen worden sind oder einfach nicht mehr vollständig abdichten. Dieser Effekt tritt häufig infolge von naturbedingten Erdbewegungen auf. Eine weitere Ursache für die Beeinträchtigung der Außenabdichtung entsteht durch das Austrocknen der Dichtmasse. Das kann nach etwa 25 Jahren Nutzung ein reelles Risiko darstellen. In jedem Fall sollten Sie bei einer Erneuerung derartiger Abdichtungen auf Profis zurückgreifen.

Eines vorweg: Bei der Bekämpfung eines Feuchteschadens werden Fachexperten wie Trockenfix niemals nur die Symptome bekämpfen, sondern setzen dort an, wo das Wasser eintritt. Ist ein Schaden durch Feuchtigkeit im Gebäude vorhanden, so sollte im ersten Schritt eine eingehende Analyse stattfinden. Dabei wird die herrschende Wassereinwirkung klassifiziert. Zu unterscheiden ist hierbei zwischen nicht drückendem Wasser und drückendem Wasser. Mit dieser Einstufung lässt sich schnell das zielgerichtete Konzept der Sanierung finden. Je nach Art der Wassereinwirkungen gibt es andere Anforderungen an die Sanierungsmaßnahmen, die berücksichtigt werden sollten. Lassen Sie ihren Schaden von Trockenfix analysieren, damit ihre Sanierung langfristig erfolgreich ist. Die Einwirkungsklassen werden durch die DIN-Norm 18533 „Abdichtung von erdberührten Bauteilen“ eingestuft und mit einheitlichen Abdichtungsvorgaben versehen.

W1-E: Bodenfeuchte und nichtdrückendes Wasser

Besteht ein Baugrund, der stark wasserdurchlässig ist, kann das Wasser bis zum Stand des Grundwassers absinken und es erfolgt kein hydrostatischer Druck auf das Bauwerk. Häufig handelt es sich bei dieser Art Baugrund um Kies oder ähnliches.

W2-E: Drückendes Wasser

Das drückende Wasser erhält den Druck durch Grundwasser, Hochwasser oder Stauwasser. Dabei wird zwischen mäßiger Einwirkung (W2.1-E) und hoher Einwirkung (W2.2-E) unterschieden. Die mäßige Einwirkung ist erreicht, wenn sich Sickerwasser oder Grundwasser bis maximal drei Meter aufstauen. Die hohe Einwirkung entsteht bei drückendem Wasser über drei Meter.

W3-E: nicht drückendes Wasser auf erdberührten Decken

Dieser Sachverhalt ist erreicht von Niederschlagswasser in den Baugrund eindringt. Bei fachgerechter Arbeit sickert was Wasser auf eine geneigte Abdichtung ab und durch ein Gefälle wird der Wasserstau vermieden.

W4-E: Spritzwasser am Wandsockel sowie Kapillarwasser in und unter erdberührten Wänden

Die Einwirkungsklasse des Wassers „Spritzwasser am Wandsockel sowie Kapillarwasser in und unter erdberührten Wänden“ ist erreicht, wenn es sich um eine Wandkonstruktion handelt, die einschalig oder zweischalig ist. Eine Abdichtung des Sockels sollte dabei etwa mindestens 30 cm bis 20 cm über der Oberkante Gelände erfolgen.

Wie unterscheidet man zwischen den Einwirkungsklassen?

Befinden sich im Gebäude Pfützen, die durch Feuchtigkeit entstehen, die von außen eintritt, so handelt es sich in der Regel um eine mäßige Einwirkung gemäß W2.1-E. Durch den hydrostatischen Druck füllen sich auch größere Zwischenräume des Mauerwerkes mit Wasser. Dementgegen kann nicht drückendes Wasser ausgeschlossen werden, sofern Pfützen entstehen. Die Feuchtigkeit ist der kapillaren Wirkung ausgesetzt und tritt somit nicht aus der Wand aus und bildet Pfützen.