Kapillar aufsteigende Feuchtigkeit

Aufsteigende Feuchtigkeit durch die Kapillarwirkung

In unzureichend abgedichteten Bauwerken kann es durch die Kapillarwirkung zu einer aufsteigenden Feuchtigkeit im Mauerwerk kommen. Die Folge sind schwere Beschädigungen an der Bausubstanz und ein eventueller Schimmelbefall, der zu gesundheitsschädlich ist. Die Probleme durch das aufsteigende Wasser im Mauerwerk können so vom Kellergeschoss in das Erdgeschoss übergehen. Sofern nicht rechtzeitig reagiert wird, können schnell schwer zu behebende Schäden an der Bausubstanz erfolgen.

Die sogenannten Kapillaren sind kleine Zwischenräume. Der Begriff ist auch im medizinischen Bereich verankert und beschreibt besonders kleine Blutgefäße des menschlichen Körpers. Im Mauerwerk handelt es sich dabei um sehr enge Spalten, die eine ähnliche Wirkung wie Kapillare entfalten. Die Feuchtigkeit steigt im Mauerwerk durch die Kapillaraszension vom Kellergeschoss immer weiter auf. Das besondere hierbei überwindet das Wasser sogar die Erdanziehungskraft. Im Gegensatz dazu spricht man beispielsweise bei einem ähnlichen Effekt, der mit der Verarbeitung von Quecksilber entsteht von einer Kapillardepression, bei der das Wasser von oben nach unten absteigt.

Woran können Sie die kapillar aufsteigende Feuchtigkeit erkennen?

  • Feuchtigkeitsflecken oder Verfärbungen am unteren Teil einer Mauer / Wand
  • Risse in den Wänden
  • Abblätternder Putz
  • Ausblühungen von Salz (sichtbare Auskerbungen)
  • Schimmelbefall
  • Unangenehmer Geruch
  • Feuchtigkeit an den Sockelleisten

Ein typisches, aber auf den ersten Blick nicht sichtbares Schadensbild ist die Ablagerung von baustoffschädlichen Salzen im Mauerwerk. Diese sorgen im weiteren Verlauf für einzelne der o. g. Schadensbilder wie Putzabplatzungen oder Ausblühungen. Diese sind für gewöhnlich etwa 80 cm über der Erde zu finden. Gerade in Gebäuden die im ersten Teil des letzten Jahrhunderts errichtet wurden ist dieser Schaden häufig zu finden. Die moderne Bauweise nach dieser Zeit griff auf eine durchgängige Betonplatte zurück, die diesen Effekt verhindern soll.

Welche Etagen können von der aufsteigenden Feuchtigkeit durch die Kapillarwirkung betroffen sein?

Eine eindeutige Antwort auf diese Frage kann erst entgegnet werden, wenn eine fachkundige Prüfung des Mauerwerkes stattgefunden hat. Erst durch eine eingehende Betrachtung können die verschiedenen Faktoren, die zum Aufstieg der Feuchtigkeit führen, professionell bewertet werden. Der zentrale Einflussfaktor ist dabei die Kapillargröße und bezieht sich auf die reelle Größe der Zwischenräume in der Mauer. Diese hat einen direkten Einfluss auf das Verhalten des Wassers. Dabei hängt das Ausmaß der betroffenen Etagen von der sogenannten Adhäsionskraft ab. Sind im Bauerwerk unterschiedliche Gesteine verwendet worden, so variieren auch die Stärken der Adhäsionskräfte.

Darüber hinaus ist es wichtig zu wissen, welche Höhe das Grundwasser im direkten Umkreis der Immobilie hat. Außerdem ist auch der Eintrittspunkt der Feuchtigkeit von großer Bedeutung. Beides zusammen betrachtet kann schnell eine präzise Antwort auf die anfängliche Frage ergeben. Umso höher der Wasserspiegel ist und umso höher der Eintrittspunkt ist, desto wahrscheinlicher ist es auch, dass andere Etagen wie das Erdgeschoss davon betroffen sein werden. Eine bekannte Schwachstelle, die durch unsere Trockenfix-Fachkräfte entsprechend beseitigt werden kann, ist am Gebäudesockel zu finden. Der Sockel bildet den untersten Teil, des Gebäudes der von außen sichtbar ist. Entgegen des erdberührten Bereichs, der den Keller tangiert, kann es passieren, dass zwar die Kelleretage fachgerecht abgedichtet wurde, doch im Bereich des Gebäudesockels leider Feuchtigkeit eintritt. Dies hätte zur Folge, dass das Kellermauerwerk trocken bleibt, das Erdgeschossmauerwerk jedoch einen Feuchteschaden aufweist.